Logo der GWS und des Bahnhofs Ansicht des Bahnhofs Hameln

Foto: Rainer Gollmer / Berlin

Historie des Bahnhofs

Der Bahnhof um 1920
Die Bahnhofshalle um 1920

Die Geschichte des Bahnhofs Hameln beginnt im Frühjahr 1872 mit der Eröffnung der Strecke Hameln-Hannover. Diese Strecke wurde noch im gleichen Jahr nach Altenbeken verlängert. 1875 wurde auf der nördlichen Seite die Strecke Elze -Löhne erstmalig gefahren. Die Gabelung der Streckenführung und die Verknüpfung beider Strecken waren von Anfang an geplant und führten zu der heute noch charakteristischen dreieckigen Grundrissform des Empfangsgebäudes.


Das Empfangsgebäude wurde am 30. Dezember 1872 in Betrieb genommen. Die Empfangshalle lag damals auf Bahnsteigebene und wurde vom Bahnhofsvorplatz über eine zentrale Freitreppe vom Bahnhofsvorplatz erreicht. Anfangs mussten die Fahrgäste die Gleise überqueren, um die Inselbahnsteige zu erreichen, bis dann 1902 der südliche und 1906 der nördliche Personentunnel errichtet wurden.

 

Nach einem verheerenden Brand wurde das Bahnhofsgebäude 1925 wiederaufgebaut und dabei in seiner Struktur und Erschließung grundlegend verändert: Um sieben Meter nach vorne erweitert bot die neue, auf das Niveau des Vorplatzes verlegte Empfangshalle nun direkten Anschluss über Tunnel und Treppen zu den Gleisen. Dieser Umbau von 1925 gab dem Bahnhof Hameln nicht nur eine klare räumliche Gliederung, sondern auch seine klassizistische Eingangsfassade.

Der erneute Wiederaufbau nach den Kriegszerstörungen von 1945 und spätere Umbauten in den 50er bis 80er Jahren führten Schritt für Schritt zu einer völligen Unkenntlichkeit der innenräumlichen Struktur und einer unsensiblen Überformung der äußeren Gestalt. Beides trug zu einem notdürftigen Charakter des denkmalgeschützten Bahnhofsgebäudes bei.

 

Das Konzept des - mit der Sanierung beauftragten Architekturbüros aus Berlin -  verfolgt eine Synthese aus historischer Bausubstanz und zeitgenössischer Architektur. Räumliche und funktionale Defizite wurden beseitigt, wobei neue, moderne Architektur die Eingriffe deutlich formuliert. Überall dort, wo denkmalpflegerischer Befund und funktionale Anforderungen es ermöglichten, wurde der Zustand von 1925 rekonstruiert.

 

Die historische Eingangsfassade wurde von späteren Überformungen befreit. Die seitlichen Fenster der zentralen Eingangshalle wurden wieder raumhoch geöffnet und der wuchtige Balkon über dem Eingang entfernt. Die Fassade erhielt ihre feine Gliederung durch Gesimsbänder und kleine Fensteraufteilung zurück. Die Sandsteinelemente wurden saniert, das imposante Dach neu gedeckt.

 
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